Wie du mit dem X-Effekt eine neue Routine entwickelst

Das erste Kreuz

Warum hat es schon wieder nicht geklappt?

Wieder mal die Diät abgebrochen und wochenlang keinen Sport gemacht? Man stellt sich Fragen wie: Warum schaffe ich es nicht, abzunehmen oder mit dem Rauchen aufzuhören oder eine Sprache zu lernen oder generell gesagt, den inneren Schweinehund zu überwinden? Diese Fragen habe ich mir oft gestellt, nachdem ich wieder mal nicht durchgehalten habe. Bis ich die Lösung fand.

Doch was ist die Lösung?

Mein Geheimnis ist der X-Effekt. Worum geht es? Bei dem X-Effekt geht es darum, dauerhaft eine Gewohnheit zu entwickeln um dem gesetzten Ziel täglich näher zu kommen. Der Theorie nach benötigt man 49 Tage um ein eine neue Gewohnheit zu entwickeln. 49 Tage kontinuierlich Richtung Erfolg arbeiten, um eine neue Gewohnheit zu entwickeln. Willensstärke ist wie ein Muskel, der trainiert werden will. Um so öfter man seinen Willen zeigt und den inneren Schweinehund überwindet, umso besser wird der „Muskel“ trainiert. Die die neue Routine fällt einem also leichter, je öfter man sie macht.

Was wird gebraucht?X-Effekt-Zettel

Benötigt wird ein Zettel, ein Lineal ein dicker Rotstift und ein Bleistift oder Kugelschreiber. Auf der Vorderseite werden je 6 horizontale und vertikale Linien gezogen, sodass 7×7 Kästchen entstehen. Jedes Kästchen steht für einen Tag und jede Reihe für eine Woche. X-Effekt-LinienDrehe den Zettel um und überlege dir, mit welcher neuen Gewohnheit du dein gesetztes Ziel erreichen willst. Täglich 5 Vokabeln lernen, Sport treiben, gesund essen oder so ähnlich. Sei konkret mit dem, was du tun willst. Deine neue Gewohnheit sollte praxistauglich sein und dich nicht überfordern. Kleinere Schritte konsequent gemacht, bringen mehr als zu große schritte, die nicht durchgehalten werden. Schreibe die Routine, die du nun täglich aufs Neue machst, auf die Rückseite. Darunter schreibst du die Gründe, warum du das durchziehen willst. Wenn die Motivation nachlässt sind die Gründe zum Durchlesen ein wichtiges Hilfsmittel, damit man dranbleibt.

Wann geht es los?

Den Beginn der neuen Gewohnheit auf irgendein Datum in ferner Zukunft zu legen ist Unsinn. Das Leben findet jetzt statt! Deshalb starte sofort. 10 Liegestütz, das Sprachtraining machen oder was du dir ausgesucht hast. Einfach loslegen. Danach kommt ins erste Kästchen oben links ein fettes X. Das fühlt sich gut an, nicht? X-Effekt erstes KreuzAm nächsten Tag nach erfolgreichem Durchführen der neuen Gewohnheit folgt das zweite X. Wenn ein Tag mal nicht so gut gelaufen ist und die Tätigkeit nicht gemacht wurde, bleibt das Kästchen leer. Bis der Zettel voll ist. Man kann natürlich mehrere Zettel für mehrere Tätigkeiten nebeneinander haben. Für jede Routine ist ein Zettel erforderlich.

done.

X-Effekt-doneNachdem das 49. Kästchen mit einem X versehen wurde und es gut gelaufen ist, hast du erfolgreich eine Gewohnheit entwickelt, der du natürlich weiter nachgehst. Glückwunsch!

Cheats und Tipps

  • Erzähle möglichst vielen Menschen von deinem Vorhaben. Poste deinen Zettel in den Social Networks. Durch den sozialen Druck, den du selber aufbaust, bist du eher gewillt den Vorhaben umzusetzen um nicht als Mensch, der leicht aufgibt, dazustehen.
  • Unterbreche nie länger als einen Tag. Die Versuchung noch einen Tag und noch einen Tag ranzuhängen ist oft zu groß. Immer mehr Kästchen bleiben weiß. Wieder von neuem anzufangen ist dann schwieriger, als am Ball zu bleiben.
  • Natürlich gibt es Durststrecken, wo es nicht so richtig läuft. Dies ist jedoch kein Grund alles hinzuschmeißen. Denke an die Gründe, die du auf der Rückseite deines Zettels geschrieben hast. Diese sind der eigentliche Antrieb für die neue Gewohnheit.
  • Mach die Sache so früh wie möglich. Wenn du es hinter dir gebracht hast und du deinem Ziel wieder etwas näher gekommen bist, kannst du dich entspannt zurücklehnen

Fazit:

Um ein Ziel zu erreichen, muss man täglich am Ball bleiben. Wenn man etwas täglich macht, entwickelt sich daraus eine Gewohnheit. Mit dem X-Effekt fällt es leichter, neue Gewohnheiten zu entwickeln, weil man etwas messbares vor Augen hat.

Autor: Jan Hacke

Just a guy with a blog

2 Gedanken zu „Wie du mit dem X-Effekt eine neue Routine entwickelst“

  1. Interessantes Konzept. Das gezielte Aufbauen neuer Gewohnheiten ist der Schlüssel zu vielem. Wo bist du darauf gestoßen?

    Mal angenommen, es bleibt ein Kästchen leer, bleibt das dann dauerhaft leer oder wird das X nachgeholt, sobald du das nächste Mal die Gewohnheit durchgeführt hast? Würdest du den X-Effekt auch bei Gewohnheiten anwenden, die nicht täglich, sondern nur beispielsweise wöchentlich durchgeführt werden brauchen? In dem Fall würde es fast ein Jahr dauern, bis der Zettel voll ist – der Zeitraum ist aber vielleicht auch gar nicht so unrealistisch.

    Gruß,
    John von bodyfit.tips

  2. Hallo John, danke für deinen Kommentar. Auf den X-Effekt bin ich bei Reddit ( https://www.reddit.com/r/theXeffect/ )gestoßen.

    Das Kästchen bleibt dauerhaft leer. Es geht auch darum, Ehrgeiz zu entwickeln, dass der Zettel möglichst voll wird. (deshalb sollte das Vorhaben ja auch öffentlich(Freunde/Social Media) gemacht werden).

    Das ist eine gute Frage, ob man den X-Effekt auch für wöchentlich wiederkehrende Routinen verwenden kann. Ich denke mal: wenn es um einen festen Tag, wie z.B. Sonntag geht, würde es Sinn machen. Ich denke beispielsweise an einem Schwimmbadbesuch mit je 10 Bahnen. Da die neue Gewohnheit auch dauerhaft ausgeführt werden sollte ist es meiner Ansicht nach kein Problem, das Kreuz auf den Zettel zu machen.

    Viele Grüße

Kommentar verfassen